ICH BIN….EINFACH NUR MENSCH

(und diese Ausstellung ein Gesellschaftstraum…)

Positionen FÜR die Vielfalt

Dieses Ausstellungskonzept entspringt meinem Wunsch, „Stellung zu beziehen“. Stellung gegen jede Art von Ausgrenzung, Entwürdigung, Ungleichbehandlung und Menschenrechtsverletzungen von Personengruppen oder Individuen in unserer Gesellschaft, die Aufgrund von „Fremdenangst“ entstanden sind.

Denn es existiert ein Gleichheitsrecht! Als Gleichheitsprinzip bezeichnet man den naturrechtlichen Grundsatz, alle Menschen gleich zu behandeln, wenn eine Ungleichbehandlung sich nicht durch einen sachlichen Grund rechtfertigen lässt. Und zweitens existiert das Recht auf Menschenwürde.

Unabdingbar ist dieser Begriff der Menschenwürde. Er kann und muss vor allem dadurch bestimmt werden, dass Menschen Schutz erhalten vor Diskriminierung. Damit ist er aber noch nicht positiv bestimmt. Ihn positiv zu bestimmen, macht riesige Anstrengungen, und dabei sind auch wir Bürger gefordert. Der Begriff der Menschenwürde zeigt etwas auf, was jedem Individuum gegeben ist und was jedes Individuum aufzeigt in irgendeiner Art und Weise - egal, ob die Umgebung das wahrhaben will oder nicht.

Natürlich ist es leicht zu sagen: „Wir haben ja unsere gewählten Volksvertreter, die wiederum in der Regierung Gesetze erlassen, die die Institutionen zur Kontrolle der Einhaltung der Gesetze bestimmen und die für diese Staatsapparate Gelder zur Verfügung stellen – Die werden ja schließlich dafür bezahlt, das Richtige zu tun…Als kleiner unbedeutender Bürger kann ich sowieso nichts bewirken…“

Und genau hier setze ich an. Jeder kann dazu beitragen, Gleichheit und Frieden zu fördern, durch Gespräche, Erzählungen oder Taten in seinem kleinen Umfeld, seinem Mikrokosmos, und wir Künstler haben sogar das Glück, Menschen in einem etwas größeren Radius zu erreichen.

Es gibt natürlich schon viele Ausstellungen, Bücher, Theaterstücke, die sich mit der Thematik der Intoleranz von Menschen gegenüber Menschen, die angeblich „anders“ sind, auseinandersetzen. Diese sind jedoch häufig düster, dramatisch, aufwühlend, traurig.

Hier möchte ich einen anderen Weg gehen. Diese Ausstellung soll Werke präsentieren, die sich mit der Integration von Individuen oder Gruppen auf eine fantasievolle, spielerische, verblüffende Art und Weise beschäftigen. Auch eine humorvolle Bearbeitung ist willkommen. Erst wenn über alle Gruppen dieselbe Art „Witzchen“ gemacht werden dürfen, wie bei den „Durchschnittmenschen“, sind diese Gruppen wirklich integriert. Insgesamt soll aber das Werk „Normalität“ zeigen. Denn ich wünsche mir (daher auch der Untertitel) nicht nur eine Einbeziehung, sondern eine Verschmelzung in unserer Gesellschaft, in unserem Leben. Ich wünsche mir Narrative Kunst, die den Betrachter mitnimmt in eine Welt, in der Gleichheit und Würde für Alle gelebt wird. Und der Begriff „Normalität“*5 soll in dieser Ausstellung eine neue Aussage erhalten – nämlich für jeden Besucher die Aussage, die ihm in den Sinn kommt und die sich hoffentlich nach dem Besuch der Ausstellung um einen Bruchteil erweitert hat!

Es ist wirklich wunderbar, dass ich diese Ausstellung mit Mitgliedern des Kunstvereins Ku:nst International in Leonberg bei Stuttgart verwirklichen durfte. Nach der Vernissage werde ich noch Impressionen der Ausstellung posten.

24 Künstler, erzählen ihre ‘Geschichten der Vielfalt’: Monika Bendner | Andrea Brückner | Ulrike Buck | Karin Feuchtinger | Heidemarie Freile | Stephanie Gempe | Petra Girschewski | Mirela Halitzki | Sonja Hatzelmann | Ilse Heffler | Christa Helmle | Thomas Helmle | Béatrice Klawitter | Angelina Kober-Buchholz | Margot Kupferschmidt | Eva Leopoldi | Andrea Rathert-Schützdeller | Petra Schoch | Gerhard Silber | Anja Struck | Dalya Taffet | Martina Unterharnscheidt | Eva Vogt und Peter Wichmann.